Piano Mann

                              Ein Roman von Maurice Nieszery 

Am Horizont ahnt man das Lichtmeer - angrenzend als Ball, purpurrot ist es zusehen. Das Meer plätschert vor sich hin, ganz monoton, kein rauschen, mehr sanft ist die Bewegung des Wassers. Es war in der südenglischen Grafschaft Kent am Strand, das durch ein dunkles Knäuel den Strand verwandelte. Das nicht so da hin gehörte. Erst beim zweiten anschauen erkennt man, es ist ein Mensch, der den Strand anders erscheinen lässt. Es war nach einer stürmischen Nacht das an einem 7 April 2005 das Meer so still ruhen machte. Die Strandpolizei hatte ihn gefunden, er lebt noch, sein Atem geht energielos, er ist von Kopf bis Fuß klamm nass bis auf die Haut. In einen schwarzen Anzug mit Krawatte völlig verängstigt. Die    Sozialarbeiter von Madwey erkannten, aber  er war nicht zerschunden. Über Funk wird ein Krankenfahrzeug angefordert, es geht alles  Routinemäßig von starrten, ohne viel aufsehen, es ist fast niemand   am Strand.  In der Hafenmeisterei  wird er erst mal in Decken gehüllt, auch an seiner   Bekleidung  wird nach Etiketten  von Abstammung gesucht. Es ist vergebens keine Hindeutung von Nationalität ist zu ersehen, man hatte sie herausgerissen. Er wird erst mal von dem behandelten Mediziner datiert, Alter um die Zwanzig, Weiser,  rotblondes  kurzes Haar, es ist ein zwei  Meter Mann. Man hatte ihn nach London zum Verhör gebracht, in ein Hospiz, wo man sich mit ihm näher beschäftigte. Man hatte ihn Papier und einen Stift gegeben um seinen Nahmen zu schreiben, da malte  er ein Klavier. In dem Vorraum stand ein Flügel mit Noten, wo er sich spontan hingezogen fühlte und sofort spielte. Er begann zu spielen und hörte  zwei Stunden lang nicht mehr auf. Er hatte sogar ein Stück komponiert, das ein Musikprofessor für überdurchschnittlich gehalten hat.  Von nun an bekam er den Namen „ Piano Mann“.  Man vermutet, dass er Engländer oder Franzose sein könnte, was sich später als  Fehldiagnose  aufklärte.  Es ist natürlich nicht  der Presse zu verheimlichen,  so eine Entdeckung  geheim zu halten. Er machte in Galoppen   Schlagzeilen auf dem Kontinent und in der restlichen Welt. Es wurde um ihn einen Riesen Rummel veranstaltet, was bis dato immer noch nicht  sein Herkommen  bestimmte. Er war von sehr dünner Gestalt, hatte aber adrette Hände  und verwies gute Äußerlichkeiten. Da er keine Vokabel angeblich  erfasste,  auch nicht sagte,  war es sehr schwer  ihn zu bewerten. Als man später diagnostizierte war die Fotografie nicht besonders  eindeutig zu erkennen in den Tageszeitungen, selbst seine Angehörigen  haben ihn nicht erkannt. Die  britische Behörten beanspruchte die Bevölkerung dazu, bei der Aufklärung der Identität eines stummen Klavier-Virtuosen zu helfen.  Der Fall erregte internationales großes Aufsehen, bei einer Hotline in Großbritannien gingen über 1000 Hinweise zu dem geheimnisvollen Patienten ein. Es  hieß, es handle sich um einen tschechischen Musiker. Ein anderes Mal wurde er als  französischer Straßenmusikant identifiziert. Es kam wieder eine Falsche - Meldung, dieses Mal von Norwegen, als besagter Klaviervirtuose von Dominic, wo sie sein Bild druckten und er ihm sehr ähnelte. Das Blatt Dagbladet am Mittwoch verkündete, er sei Ire oder ein Nordire, der zu Studentenzeiten in den 90er in Oslo gelebt hat.  Nun erkannte ihn eine Tschechin, es sollte  Kinderfotos   den Beweis  bringen. Mehr als  tausend Leute hatten sich gemeldet  und behaupteten, der Piano Mann sei ihr X -Freund, ihr Nachbar oder ihr Kollege. Nun hieß es,  er ist Tscheche. Hier ist der Beweis schrieb das Prager Boulevardblatt Bleske unter einen Kinderfoto. Das Bild zeigte den Musiker Tomas Strnad und stammte von der Mutter eines Schulfreundes. Als dieser  ein Foto des unbekannten  Pianisten gesehen hat, hat er ihn erkannt, es ist Tomas Strnad. Es meldeten sich zwei Rockmusiker  noch  und haben es ebenfalls  behauptet es sei der Piano Mann. Tomas habe viel Zeit in den 80er in einer Grundschule mit ihm verbracht sagten sie, in Tschechien. Es war ein begabter Junge, sagte die Mutter von Strnad, er kam mit seinen Eltern nicht klar  behauptete sie. Sie meinten dass er ins Ausland gegangen wäre, er hatte nach seiner Rock Karriere eine  klassische Musikausbildung  gemacht. Er liebe Chopin und Mozart. Nach monatelangen Rätseln platzte die Bombe, der sogenannte „ PIANO MANN „stammt aus Bayern. Er hatte die Ärzte monatelang zum Narren gehalten. Er hatte am Freitag  urplötzlich den Mund aufgemacht. Eine Krankenschwester habe gefragt: „Na, werden  Sie heute mit uns reden?“. Da hatte er sich geäußert:“ ja, ich glaube schon. Er hatte dann zugegeben dass er das Krankenpersonal getäuscht  hätte. Er gab zu das er früher mit psychisch Kranke gearbeitet hat, und habe deren Verhaltensweisen nachgeahmt. Er ist in Bayern auf eigenen Bauerhof aufgewachsen, mit seinen Eltern und  zwei Schwestern, nahe der Tschechischen  Grenze.  Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte das der PIANO MANN Deutscher und aus Bayern stamme. Den  Daily Mirror erklärte er,  weil er in Paris eine Beschäftigung verlor, wollte  er sich beseitigen.  Der Bürgermeister im Ort hatte schlechte Erfahrungen mit den Zeitungsleuten gemacht, es hat schon im Ort zwei Selbstmorde gegeben im vergangenen Jahr  und ein weiterer hatte es versucht. Die Gemeinde hatte schon den Namen der Selbstmörderstadt im Bayerwald, und jetzt noch  der  Andi habe auch  Selbstmord  begehen wollen.  Seine Geschichte  ist schon mit Kasper Hauser verglichen worden.  Es ist aber leider vieles  noch nicht  geklärt, wegen einer Entlassung wird man sich nicht umbringen. Was war da in Paris, wo  hatte er zuletzt gearbeitet und als was, wo er doch fast vier Jahre unterwegs war. Hatte  er doch zu lange in der Psychiatrie gearbeitet und schaden genommen als Zivildienstleistender, trotz seine zwei Meter ist er ein  Sensitiver Monsieur  und  von andern Ufer.  Die Wurzel des Kreuzes  liegt  in der Kindheit, in der Geburtsstätte in Bayern. Ein dominanter herrschender Vater, und eine hörige Mutter die ihr Bübchen über alles Vergötterte. Es war ja ihr ein und alles. Durch die beiden Schwestern, wurde er noch  verhätschelt. Das wahrscheinlich seinen Ekel vom anderen Geschlecht hervorbrachte, wo er immer mit Ansehen musste wie sie sich wuschen vor ihm das er immer mit einer Abscheu beobachtete. Was ihn zu dem männlichen Geschlecht deswegen  hinzog. Er der Vater nicht mehr geliebt so wie er es gewohnt war von der Mutter, die ihn auch einmal liebte. Sie ihre Liebe ihren schmächtigen, zerbrechlichen Sohn  zukommen lies. Das bei den Vätern keine  guten Früchte  trägt. Es kam der Konkurrenzkampf auf  in höchster Ebene. Was dem Vater noch anhaftete, er war ein sehr eigenwilliger Mann, er wollte  in der Familie gehorsam. Das natürlich für ein Schürzenkind ein Horror ist und nicht zu verkraften war. Der aber zu Hause und für die Nachbarschaft einen guten Eindruck  hinterläßt. Er war der Nette von neben an - der   Nachhilfestunden gibt.  Er war auf dem Pianoforte, das er immer zu Hause antraf, ein kleines Wunder das ihm auch liegt, und er immer darauf   schon als Kind  rumklimperte. Auch in der Schule war er nur als guter Schüler aufgefallen, wo er im Gymnasium in der französischen Sprache Erfolge zeigte, das ihm anscheinend liegt. Er ist  in dem  Dorf, in dem  er wohnte als was besonderes, und nicht so der alltägliche Bayernjunge behandelt worden. Er war mehr der Einzelgänger, hatte nie Freunde, nur Neider und Spötter, sie  machten sich lustig über sein verhalten mit  verdeckter Hand.  In der Kindheit musste seine Mutter öfters zum Hausarzt, wegen seiner blassen Haut und der Kurzatmigkeit, wo er immer viele  Spatziergänge verordnet bekam. Aber sein Vater ihn immer Hausarrest  anordnete,  wo er meinte, er könne ihn damit Strafen. Was auch seine Geschwister ihn fühlen ließen die Abneigung.  Das ihn aber immer mehr von ihnen  loslöste und er immer Verbohrter wurde. Was  bei so einer Bildung, schon sehr früh bei ihm fest sich verzurrte.  Das er von daheim in die Ferne gehen wird, und sein Leben auf eigenen Füssen ausrichten wird stand für ihn fest. Die vielen Stunden die er am Fenster verbrachte,  sich nach Kameradschaft und vergnügen nach der Ferne sehnte, was ihm  ablehnt geblieben,   durch die Disziplin des Elternteils. Wenn er dann doch einmal das Loch nach außen gefunden hat, wurde alles nachgeholt was es gab. Wo abends wieder die Strenge wartete, aber er hatte es genossen einmal wieder Freibahn zu haben und das Leben ein bisschen zu triumphieren. In dem bäuerlichen Idyll hatte er nicht viele Chancen was  für ihn ein  geeignetes  Leben sein könnte. Der einzige Mensch, der ihn verstand war seine Mutter die für ihn ja immer da war. Auch mit seinen beiden Schwestern hatte er ein abstoßendes Verhältnis  das ihn so formte wie er heute ist.   Als  der „ Andy „ , wie er immer genannt wurde , im Robert-Schumann –Gymnasium - Abitur  machte, wusste er schon was er werten wolle. Journalist war seine Vorstellung, wo er auch in der  Waldmünchner  Popmusikszene  der Jugendzeitung mit machte.  Was seine Wünsche als  Journalist vorerst erfüllte.  Dann  machte  der Andreas  in seiner Heimat den Zivildienst, wo er danach  nach Frankreich gehen wollte um seine  Sprachkenntnisse zu  verbessern. In dieser Gegend  vielleicht  eine Anstellung  als Journalist bekäme, wovon er immer träumte. In seiner Nachbarschaft erfuhr er, dass  ein guter Bekannter  nach Karlsruhe fuhr, um was zu erledigen.

Das  ich  als meine Chance, von zu Hause weg zu kommen, sah. Schon die Fahrt hatte  mich  euphorisch gestimmt, was man bei mir  nicht so kannte, wo sich auch der Bekannte wunderte. Als wir an der Autobahnraststätte an der Frankenhöhe das erste Mal anhielten, musste  der  Fahrer sein  versprechen geben. Wenn er wiederheim komme,  mich  nicht zu verraten dass er mich mitgenommen hat bis Karlsruhe, die natürliche Ehrensache währe. Durch die zeitige Abreise sind wir gut vorangekommen. Die Autobahnen  waren für diese Zeit gut belebt als wir  den zweiten Aufenthalt besprachen,  dass kurz vor Karlsruhe nach vier Stunden war, kamen mir ein nicht so bekanntes Gefühl auf. Das keinesfalls Heimweh war  auch kein Angstgefühl, man konnte es nicht so richtig ausdrücken. Heute werde ich sagen so zwischen  drin. Ich merkte jetzt aufeinmahl dass ich alleine war, es war keiner da, den ich fragen kann. Der Bekannte hatte mich in der City  in einem  Kreisverkehr bei  einem  großen Reiterdenkmal aussteigen lassen, als ich an dem Straßenschild  Kaiserstrasse las. Wo ich mich bis  zum Bahnhof  durch- fragte ging alles nach meinen Wünschen. Wie  ich ankam  am späten Nachmittag konnte ich mich am Bahnhof gut verweilen. Ich hatte mich bei schönem Wetter im Cafe am Zoo  den  Kaffee  schmecken lassen und  die vorübergehenden Leute zu  beurteilen. Wo ich dann in der Bahnhofsmission Übernachten konnte. Da habe ich das erste Mal alleine in einer Grosstatt übernachten müssen, mit  meinen Paar- Habseligkeiten. Ich habe einen Tornister, der viel aufnimmt aber ganz schön schwer ist, für die nächste  Zeit und Monate wird mir das Geld reichen, wo ich gespart habe. Ich verbrachte die Zeit in der großen Stadt in Kaufhäusern und in Tageskaffees in der Innenstadt. Wo mich die Pyramide wo der Kaiser Karl liegen sollte, und das Schloss  hat  mich  begeisterte.  Ich hatte auch so manche  gleichgesinnte Bekanntschaft in der Szenerie gemacht, der mit mir  nach Paris wollte, als ich ihm von meinen Plänen erzählte.  Paris war also für mich einmal ein gestecktes  Ziel, das ich mir selber vorgab. Ich hatte schon so eine cirka Paris Sinnesempfindung  in dieser Stadt. Man konnte jetzt in den Spätherbsttagen an der Kaiserstrasse flankieren und in den Eisdielen und Cafes, sich von  der Sonne berieseln lassen. Es  ist in so einer Stadt der Puls des Lebens zu spüren. Nicht  wie im Ort Prostdorf, in der Oberpfalz, wo es  nur Heimatliche  gab  und das  Leben dahinvegetierte  als Außenseiter und Homosexueller, weil keiner einen nachfühlt. Bei einem sehr warmen Herbsttag habe ich das erste Mal  die Reiserute studiert, und mir den Weg nach Paris vor Augen gehalten. Ich kam mit einem Pfälzer, was sich später heraus  stellte   ins Gespräch, der mir klar machte wie ich in die Gegend komme. Im Bahnhof in Karlsruhe nahm ich den Zug nach Bad Bergzabern, der über Winden in einen Sackbahnhof aufhörte. Ich hatte also die Pforten von Frankreich erreicht. Das  Glück war auf meiner Seite ich hatte am Bahnhof erst mal was gegessen. Wo ich an einem Tisch zum hinsetzen aufgefordert wurde. Das ich nicht so kannte in meiner Heimat. Aber ich später er fuhr das es hier so üblich wäre. In der Gegend war Umtrieb, ein von mir nicht alltäglicher  süßlicher  Geruch lag in der Luft. Es  war die Weinernte  die in vollen Touren begann. Durch  die Unterhaltung am Tisch erfuhr ich, dass ich beim Tischnachbar arbeiten könnte.  Das  er mich  als Erntehelfer in sein Auto in das nächste Dorf mitnahm kam mir sehr gelegen. Es war ein bekannter Winzer der  Wein in  die Gaststätte lieferte,  und sie  Leute immer brauchten  zum Weinlesen. Er hatte mir Acht Euro am Tag und Kost und Übehrnachtung geboten, was ich annahm, jetzt  brauche  ich mir für die nächste  Zeit keine Gedanken mehr machen.  Ich hatte in dem kleinen Dorf, nahe der Französischen Grenze in aller Stille und Ruhe über einige  Monate  gut gelebt und konnte das ganze Geld Sparen. Sie haben mich wie einen Sohn aufgenommen, es waren noch zwei Söhne, mit ihren Frauen vorhanden. In dieser Zeit musste die ganze Familie mithelfen im Herbst.  Aber die Ehefrau des Winzers hatte mich in ihr Herz geschlossen, wir machten bei der Ernte immer Wettschneiden wer am schnellsten und saubersten die Beeren in den Eimer bekamen. Es wurde viel gelacht und Witze  erzählt, dass die Zeit nur so dahin  ging. In dieser Zeit gab es auch den Neuen Wein  der mir sehr mundete und ich  manchen Schoppen  über den Durst Trank. Was in dieser Zeit  als Getränk bevorzugt wird, von vielen  Leuten.  Ich hatte den Winter in warme Tücher verbracht, sie behielten mich auch noch nach der Weinernte. Wo ich alle möglichen Arbeiten verrichte musste, weil  sie ja immer was zu Schaffen haben in so einem Weingut. Von meiner Zuneigung hatte keiner was vermutet, weil die beiden Nachbarstöchter mit mir immer flirteten und Gehschenke mir zu kommen ließen. Aber auch die schönste Zeit ist  einmal zu ende und ich  wollte  mein Ziel nicht aus den Augen verlieren. So packte ich meine sieben Sachen am frühen Morgen, wo die Sonne schon am Himmel Stand. Es war schon Ende April als ich zu Fuß binnen einer Stunde  nach Weisenburg in Elsas eintraf. Ich war überrascht von so viel Gemütlichkeit  und  Atmosphäre, dass ich mich in dieser alten Festungsstadt sofort begeisterte und vernarrte. Da war es das man an Frankreich liebte, wenn es auch das Elsas ist, es ist ein anderer Lebensritus zu spüren. Schon die Bauten waren anders auch das Klima  bei den Leuten war schon gelassener. Sie  standen auf der Gasse und hatten sich was zu erzählen, das bei uns nicht mehr so üblich ist. Auch hier  standen  vor den Gaststätten Bestuhlungen vorm Haus, man konnte sich im Freien seine  Speisen Munden lassen. Als ich die Rue- national  hoch bis zum markte  ging, sah ich  die Rose, das ein Lokal in der City war und wo  alle möglichen Leuten einkehrten. Dass  ich jetzt das erste Mal meine Französisch Vokabel  an den Mann bringen konnte war mir sehr willkommen.  Es war hier ein leichtes für mich, weil der Elsässer mehr deutsch als Französisch, spricht praktisch ein Mischmaß über wiegend bei den Alten.  Mein Schulfranzösisch kam sehr gut bei den Einheimischen an, so dass mich keiner als Deutscher Taxiert hätte. Als mich der Herr des Hauses mit seinen Elsässischen Dialekt  bediente, kam ich mit ihm sofort ins Gespräch. Ich fragte ihn ob er keine Bedienung hätte, er es verneinte  und mir den Vorschlag machte bei ihm zu Arbeiten. Durch den vielen Raum im Haus durfte   ich mir ein  Zimmer aussuchen das mit Blick  auf die Hauptstrasse lag. Ich habe es mir nach meinen Möglichkeiten  eingerichtet, so gut es ging, es war ja möbliert - Gott sei dank. Er brachte mir auch einen Fersehaperrat, der für meine weiteren Französischkenntnisse gute Dienste leistete.   Ich habe am nächste Morgen sehr früh aufstehen müssen,  weil schon  morgens um 5 Uhr  Betrieb war, wie gesagt von Hinds und Kunz schon  von starrten  ging.  Hier  trafen sich  einfache und  bessere an dem  Schanktisch, das es nur in Frankreich gibt, da werden keine Unterschiede unnatürlich gemacht, da sind  alle gleich auch im Elsass. Ich hatte mich schnell an die französischen Gepflogenheiten gewöhnt, nach einer Woche war ich der André in aller Munde in Weisenburg, der in der Rose Garçon und  Steward  ist.  Als ich mich nach einer Fahrt nach Paris erkundigte, wo ich nur 15 Minuten hatte zum Laufen bis zum Bahnhof,  sagte  man  mir  dass ich in 4Stunden  da wäre in Paris.  Als ich das erfahren habe hat es mir gar nicht so sehr pressiert, ich hatte einen geregelten Tagesablauf und habe schon einige Bekanntschaften gemacht. Ich konnte mich in der Umgebung besser mit dem Französischen vertraut machen als gleich in so eine große Stadt wie Paris zu gehen. Was den in ganz Frankreich an der Tagesordnung ist dass man morgens sein Baguette einkauft, und der Tag ist zum Lebensgefühl entbunden, aber in ganz Frankreich. Da kann man schon mal erfahren dass der Präsident sein Baguette sehr hell gebacken will, dass auch jedes Jahr eine andere Boulangerie in seinem Sitz im Elysée -Palast beliefern darf. Und bei der Anlieferung das erste Baguette die Wache abbekommt. Wo ich doch als einstiger  Bayrischer Landbewohner  viel zu lernen habe über Frankreich das man nur an der Quelle  erfahren tut und nicht  aus den Schulbüchern. Ich merkte, dass ich meine bayrische Schale Tag für Tag abstreifte, dass ich an den Verhaltensweisen an meiner Umwelt erkenne und fühle. Dass ich mich bei den Leuten verschmolzen habe, bis mir in den Sinn gekommen ist, ungewollt die Lebensart übernommen habe. Vielleicht lag es auch an meiner zurückhaltenden Art, dass mir vertrauen geschenkt wurde, ich auch mit allen zurecht kam. Das Leben ist leichter zu ertragen, wenn alles reibungslos von Starten geht man kann doch so manches vergeben oder verdrängen. Ich fühlte ein ganz neues Lebenselixier das ich nie kannte ich lebte mein Leben, so wie ich es wollte. Was mir noch in dieser ganzen Zeit auffiel, dass von mir keiner einen Ausweis verlangte. Wo ich auch nie einen besaß. Währe ich ein Farbiger hätte ich bestimmt mehr Probleme mit der Behörte gehabt. Aber ein hochgewachsener, weiser Rotblonder hat auch in Frankreich so auch im Makrokosmos seine Pose. Du bist als Kreatur schon gestraft, wenn du kakaofarbig geboren wirst. Was du als Schneebedeckter nie erfahren wirst was sich schon einwenig gebessert hat, in manchen Organisationen. Es ist fast ein Jahr vergangen als eines Tages ich einen für die Gegend zu gepflegtem Gast einen Cafe au lait servierte. Wo bei uns beiden der sogenannte Funke sich löste. Wie er mir erzählte stamme er aus Paris und wäre Bankdirektor hätte hier bei einer Zweigstelle was zu besorgen das einige Tage noch benötige. Wir hatten uns auf Anhieb blendend verstanden, wo wir auch öfter am Tage uns erheitern konnten. Er war 37 Jahre alt und war kinderlos geschieden, wir hatten dieselbe Veranlagung und es harmonierte mit uns beiden auf Anhieb. Er sagte mir fast beschwörend dass er an der Avenue des Champs - Elysée sein Domizil hätte. Um die Ecke von Place de la Concorde konnte ich alles in Paris erreichen, das hatte er mir schmackhaft gemacht. Wo ich natürlich nicht wieder stehen konnte und ich deswegen hier wahr, es sind noch zwei Tage Zeit, um mich von allen zu verabschieden. Wo ich natürlich schweren Herzen mich von so manchen liebgewonnen trennen musste. Paul war sein Name, er hatte noch einen zweiten Philippe der zu ihm besser passte. Er trug als Familien Namen einen alten Französischen, zudem el Bourbone. Mit einem nicht ganz neuen 405 Peugeot der sich sehr nobel und räumlich entpuppte,  wo sich mein angesammeltes  Gut  leicht verstauen lies, kutschierten   wir   nach einem  ausgiebigen Frühstück ,in Richtung meiner Träume was mir noch alles erfahren und erleben durfte , das ich kaum erwarten konnte. Auf einmal war alles beiseite geschoben was ich in den letzten Jahren meiner Wanderung   wahrgenommen und Zufälle sich ergeben haben. Das sich so alles in dem Zustand entwickelt hat ist mir unbegreiflich, aber ich habe es genossen, auf mein vorsichtiges Verhalten hin. Das bei manchen nicht so ankam und man es mir nicht ansah. Die Route führte von Altenstadt die Schnellstrasse über Seebach nach Haguenau bis Strassburg auf die Autobahn nach Paris. Wie hatten immer was zu reden, er ahnte nicht dass ich Deutscher war,   ich sagte -   ich wäre Belgier. Er hatte in meiner Aussprache im Unterton was mitbekommen Ich dachte bevor er mich darauf anspricht, sage ich es ihm dass ich aus Belgien stamme. Er hatte es ohne Kommentar hingenommen, es war damit erledigt. Er hatte mich auch nie mehr angesprochen wegen meiner Herkunft. In der großen Limousine war es ein Vergnügen zu Reisen - ich dacht ich säße in einer Tragbahre. Er erzählt mir von seiner geschiedenen Frau nur negative Erlebnisse was ich nicht so richtig fand und auch nicht so richtig wahr genommen habe. Ich war mit der wunderschönen Landschaft beschäftigt und träumte vor mich in Gedanken so hin. Als wir von der Autobahn runter, und nach Straßburg wollten, sagte er mir, er wollte mir noch einen alten Gasthofbesitzer und Kamerad aus der Studienzeit vorstellen, wo wir gut essen könnten. Es war so kurz vor Mittags als wir das erwürdige Haus betraten, wo uns der Chef persönlich sein Lieblings Platz  anbot. Ich hatte das Gefühl das Phil wie ich ihn nannte, mich für einen tatsch zu klassenbewusst  dargeboten  hat. Wir hatten vorzüglich diniert  wie ich es so nicht kannte,  es war ein fünf Gänge Gedeck  das uns der Chef des  Hauses vorschlug, hier die Hauptspeise aus Seeteufel bestand. Dazu einen Elsässer Riesling Jahrgang 84 Spätlese. Ich hatte schon die  Befürchtung  das  Phil das erledigen wird was dann später auch der Fall war, er sagte sein Bekannter schreibe ihm eine Rechnung , es wäre ein Geschäftsessen. In bester Laune und gut gestärkt sind wir wieder in Richtung Autobahn nach Paris friedlich  kutschiert. Es ging dann  immer Richtung Metz-Reims, dass ich  wahrnahm als letzte Beschriftung nach Paris.  Ich hatte mehr Betrieb in dieser Richtung erhofft, es war nicht so belebt wie ich es erhoffte, es war eine angenehme Fahrt die nicht über 120 Stunderkilomerter hinausging. Wir hatten schon eine weile Metz hinter uns gelassen als er erwähnte er müsse sich mal in der Bank melden. Das  wir gleich mit einer Cafepause kombinierten. Wir steuerten den nächsten Rastplatz an, der sehr gut besucht war. Es war einer in der oberen Klasse mit Bewirtung, er bestellte zwei Cafe au lait  und zwei Cressons  gefüllt  mit Schoko. Er meinte wenn ich wollte könnte er mir bei seiner Bank eine Anstellung geben. Ich hatte noch nicht zugesichert, ich wollte es mir erst überschlafen, habe ich ihm entgegnet. Es geht mir alles zu überhastet  verkündet ich ihm. Ich möchte erst  die Metropole von  Paris entdecken erlernen  das ich mich zu Recht finde, wenn wir eingetroffen sind.  Wir waren uns einig wie immer wen wir zusammen waren  und hatten uns gut eine halbe Stunde ausgeplaudert. Ich hatte bemerkt das in Frankreich  sich keiner verwundert,  wenn zwei Männer  zusammen sind, die Menschen gehen hier  ihre eigenen Wege sie gehen auch anders damit um, ist mir aufgefallen.  Nach einer längeren Fahrt haben wir auch Reims passiert, und kamen frühzeitig  in den Zyklon der Metropole von Paris zu Spüren.  Es war kein entfliehen von der Blechlawine zu erhoffen.  Sie zog uns bis in die City an der Seine  entlang. Rechts der Eifelturm, wir fuhren in Avenue de New York entlang zum Place de la Concorde in die Tiefgarage und erreichten mit dem Aufzug die dritte Etage.   Das war sein Reich erzählte er mir und küsste  mich, das schon lange fällig war. Er wohnte in einer über zweihundert-  Quartrat Meter Wohnung, sehr diskret Ausgestattet in napoleonischer Zeit. Die Wohnkultur ist... la petite différence  zwischen Deutsche und Franzosen, wo der Deutsche  nicht mal eine Epoche  hat. Wir hatten noch bis tief in die Nacht diskutiert über Gott und die Welt, und sind dann jeder in sein  Bett eingeschlafen .Ich bin vor 12 Uhr Mittags  aufgewacht  und merkte das ich alleine war.Er hatte mir ein Zettel hingelegt das er in die Bank musste und erst um Vier zurück kommt. Ich hatte mich erst einmal umgesehen und fühlte mich gleich wohl in so einer schönen Umgebung. Ich konnte vom Fenster den Eifelturm und über halb Paris sehen, es war ein Panorama  restlos  einer  Filmkulisse. Er hatte das antike Besitztum mit den Zeitgemäßen komponiert, was ihm gut gelungen ist.  In der Wohnung  hatte er mir das Gästezimmer gegeben, wo die Dusche und Toilette integriert  waren. Ich merkte dass er Charakter  hatte, die mir  gutgeheißen waren, er wollte allein  im Bett  und in seinem  eigenen Schlafzimmer schlafen. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, das ich mich nicht so richtig in meiner Haut wohlfühlte. Mir kam in den Sinn, dass ich mich nicht mal ausweisen konnte, wenn mich jemand  kontrollieren wollte. So ging ich die erste Zeit nicht vor die Tür, was auch Phil mir geraten hat. Ich sollte mich erst so Pö a Pö in der neuen Lage  behaglich machen. Es war eine gut bestickte Bibliothek in der Wohnung, nicht nur in Französisch  auch in Englisch und Deutsch, die Phil gut verstand und sprach, es waren auch viele Antike Bücher vorhanden, die schon Raritäten waren. Es war  ein Computer und Laptop mit Internetanschluss vorhanden, so dass  ich immer auf dem Laufenden war. Ich konnte meine Zeit wo ich allein war gut verweilen. So  verging die Zeit und Phil hat mir eines Morgens beim Frühstück dezent erläutert dass für mich ein Job in der Bank zu Verfügung wäre. Er meinte, es wäre gut, nach  eingehender  Zeit wieder mal unter die Leute zu gehen und  könnte leichte Arbeiten erledigen bei ihm. Man brauche  auch das mit der Meldepflicht  keinem zu erklären, wer er wäre. Es wäre  gleich als  Lichtblick  zum kennen -  lernen von Paris in dem Viertel wo wir wohnen. Ich müsste Botengänge tätigen  für Gut-betuchte,  was  nicht mehr  aus dem Haus  will  und was so in der Bank  anfalle. Das Gehalt was ich erhielt  gebührte als Taschengeld, wo ich doch so nichts brauche, Phil hat alles übernommen was  zum Leben wir brauchten. Er sagte immer, Du bist mein lieber Gast und Geld ist genug da. Ich hatte mich schon an das sorgenfreie Leben gewöhnt. Wo doch die Monate vergingen wie im Flug. Ich merkte dass ich in Paris, nur durch meine Größe fixiert  wurde.  Selbst als ich im bekannten Cafe de Flore  mich breit machte,  wo ich so manchen Prominenten erkannte bin ich regelrecht untergegangen  im Rummel. Hier sind sie alle verkehrt die großen Jean –Paul Sartre  der 64 den Nobelpreis nicht annahm, weil er  die Menschheit  verachtete und 43 das bekannteste von einer seiner  Werke, das sein und das Nichts  schrieb, als  die Haare auf dem Ärmel bei mir sich sträubten  kann man nicht nach empfindet, wen einer keineswegs derartig  Flecke  begehen hat. Die Vielfalt der kulinarischen  Angebote, von den Marokkanern über die Israeli hin in die einheimische Küche der Pariser und Franzosen ist voluminös. Das wenige mal das wir zusammen ausgingen, führten uns in  das Araberviertel, wo wir ein außergewöhnliches Gussguss serviert bekommen haben, das sind so Momente, die man nie vergisst. Unsere Beziehung wurde immer kälter zwischen uns, ich habe so das gefühlt das ich ihm was er sich erhofft, ihm nicht  gebe, an Zuneigung. Mein depressives verhalten ihm gegenüber wurde immer schlimmer, das Vertrauen   ist nicht mehr so wie anfangs es hat sich eine gewisse Spannung zwischen uns aufgebaut. Ich versuchte jeden Tag so eine bis zwei Stunden in meinem Park Ruhe und Besinnlichkeit zu finden, was mir aber nicht  so richtig gelingt. Ich versuchte ihn schon aus dem Weg zu gehen und habe mich bei den Künstlern und Gauklern herumgetrieben an der Place du Tertre. Im Westen des Montmartre –Viertel bin auch viel nördlich  vom Boulevard de Clichy am Cimetiere de Montmartre,  wo die berühmten auf dem Friedhof ihr Ende fanden. Wie  Heinrich Heine Hector Berlioz, der Spatz von Paris und viele  andere.  Auch eine Abwechslung  fand ich auf den Flohmarkt, ein Kilometer,  nördlich  von Montmartre auf den Mache aux Puces, es sind eigentlich fünf einzeln  Märkte, der bekannteste ist der Marsche Biron. Einmal hatte ich ihm eine Taschenuhr, in Sterling Silber von 1903 Patek-Philippe mitgebracht, das unsere Beziehung auch nicht verbesserte. Wo ich Abwechslung  und Ruhe fand war in der Bank und in meinem Park, wo immer viele Leute sich entspannten und Ruhe fanden, wie auch ich. Es war an einen Sonntagmorgen, wo ich mit ihm zufrühstücken beabsichtigte. Er hatte einen jungen Farbigen mitgebracht, der so in meinen Alter war, der mit ihm am Tisch saß und mich anlächelte.  Er musste die Nacht bei ihm im Bett gewesen sein, wo mich das noch mehr getroffen hat, weil  er  das bei mir nicht wollte. Ich  merkte dass er mir meine Enttäuschung und Verlegenheit ansah. Ich zögerte keine Sekunde und verschwand auf dem Gästezimmer, habe  alles liegen und stehen  lassen. Ich wusste von Pein und Schmerz in diesen Moment nicht wie mir geschah und was ich machen sollte. Mein einziger Gedanke, nur fort von hier, ich bekam schlecht Luft, was ich schon als Kind erfahren habe. Ich bin  dann völlig apathisch zum Platz de Republik am Boulevard de Magenta zum Bahnhof geeilt. Auch  mit tiefer Depression hatte ich  den   Eurostar –Zug nach England genommen und wollte mich am Strand ertränken. Ich wollte nur Sterben, Sterben und sonst nichts mehr auf der verlogenen große Welt.  Den weiteren Verlauf der Geschichte von mir haben sie ja Gelesen. Sie hatten mich in die Psychiatrische Klinik in Little Brook in Dartford  eingeliefert, noch mal gründlich untersucht   und am kommenden Samstag als geheilt  entlassen. Auch das  Innenministerium in Bayern hält sich zurück. Es gebe keinen Anlass für Ermittlungen gegen die Person. Er möchte keinen Kontakt zur Öffentlichkeit haben, er habe sich an die Botschaft  in London gewandt, die haben ihm die Papiere für die Rückreise nach Deutschland verschafft. Sein Vorsatz  er wolle ein Studium beginnen vielleicht Französisch, oder was anderes.

Sein Anwalt meinte,  „ 20-Jährige  „ sind manchmal so.

 

 

 

 

                                      

 

Maurice Niczery

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